Karibik (Grenada, St. Lucia, Trinidad)

Auf die Einladung von Bischof Justin Fields, OP, hin, reisten drei Schwestern von der Schmerzhaften Mutter aus den Vereinigten Staaten von Amerika auf die karibische Insel Barbados, wo sie in Speightstown im Juli 1960 den ersten Konvent eröffneten. Im gleichen Sommer öffneten sie auch die Schule zur Heiligen Familie. Im Dezember 1960 kauften die Schwestern von der Schmerzhaften Mutter ein naheliegendes Grundstück und erweiterten den Konvent, genannt Villa Maria Konvent, und bauten auf dem gleichen Grundstück auch das St. Josephs Hospital. 

Auf die Bitte der Regierung von St. Luzia hin, kamen 1961 drei Schwestern in St. Lucia an, um in der Stadt Castries an der Krankenpflegeschule der Regierung,die dem Victoria Hospital angeschlossen war, zu unterrichten. Nur kurz darauf wandte sich eine Gruppe von Katholiken an die Schwestern und baten sie, auf der Insel ein privates Krankenhaus zu bauen und zu unterhalten. 

Während ihrer Zeit in St. Lucia reisten die Schwestern durch die Insel und stießen in der Stadt Vieux-Fort auf ein früheres Militärkrankenhaus der Vereinigten Staaten. Nach vielen Monaten Verhandlung mit der Regierung wurde das Hospital den Schwestern am 1. Mai 1965 mündlich  übergeben. Es gab keinen Zweifel darüber, dass die Renovierung des Krankenhauses fast unmöglich schien, daher der Name St. Jude, der Heilige des Unmöglichen. St. Jude öffnete seine Türen am 26. Oktober 1966 mit 100 Betten. 

Freiwillige aus verschiedenen Teilen der Welt, besonders von England, Kanada und den Vereinigten Staaten halfen den Schwestern, ihren Dienst im St. Jude Hospital auszuführen. Durch ihre harte Arbeit und Entschlossenheit bot das Krankenhaus viele Programme und Spezialabteilungen an, einschließlich der Ambulanzklinik, die 1976 eröffnet wurde. Viele Ärzte und ihre Familien konnten durch das Programm der Ehrenamtlichen den Menschen helfen. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten mussten die Schwestern das St. Jude Hospital leider 1992 an die Regierung zurückgeben.

1963 dehnten die Schwestern von der Schmerzhaften Mutter ihren Dienst der Lehrtätigkeit auf die Insel Grenada aus, wo sie in der Grundschule der Pfarrei unterrichteten. Später eröffneten sie die St. Rose Modern Secondary School.  St. Rose war die erste weiterführende Schule, die von einer weiblichen Ordensgemeinschaft in der Karibik geführt wurde. 

Die Schwestern setzten ihren missionarischen Vorstoß fort und eröffneten 1966 die St. Elisabeth Klinik in Port of Spain, Trinidad. Leider musste die Klinik 1977 aufgrund von sozialen und wirtschaftlichen Problemen ihre Türen wieder schließen. 

1989 schlossen sich die Schwestern von der Schmerzhaften Mutter, die in der Karibik dienten, den Schwestern in den Vereinigten Staaten an, um die US/Karibik Provinz zu bilden. 

Auf die Einladung von Erzbischof Samuel Carter von Kingston, Jamaica, sandte unsere Kongregation durch die US/Karibik Provinz vier Schwestern nach Spanish Town, St. Catherine, Jamaika. Die Schwestern kamen im August 1994 in Jamaika an und engagierten sich in Schulen und verschiedenen anderen Aktivitäten in der Pfarrei. Der Ort war unsicher, und dies wurde allmählich schlimmer. Jede Nacht waren um den ganzen Konvent herum Schüsse zu hören. Aufgrund dieser Situation verließen die Schwestern im August 1997 die Mission leider wieder. Die Schwestern haben aber noch schöne Erinnerungen an die Kinder, die Menschen, die Kirche und sind dankbar für die Erfahrung, die Kirche darin zu unterstützen, junge Menschen, Herzen und Seelen dort zu bilden. 

Nachdem sie achtundzwanzig Jahre Teil der US/Karibik Provinz gewesen sind, wurden die Schwestern von der Schmerzhaften Mutter in der Karibik am 18. Januar 2017 zur Delegation St. Francis of Assisi.

Heute dienen die Schwestern von der Schmerzhaften Mutter weiterhin auf den karibischen Inseln Grenada, St. Lucia und Trinidad, und zwar durch unsere verschiedenen SSM- und nicht SSM-Apostolate. 

 

SSM Dienste

St. Rose Modern Secondary School

Die St. Rose Modern Secondary School in Grenada feierte im September 2015 ihr 50jähriges Bestehen. Für eine Anzahl von ungefähr dreihundertfünfunddreißig Schülern bieten wir auch weiterhin die geistige und schulische Ausbildung denen an, die diese Institution besuchen. 

Das Franziskanische Institute für Persönlichkeits- und Familienentwicklung 

2001 wurde das Franziskanische Institut für Persönlichkeits- und Familienentwicklung, dessen Hauptgebäude in St. Lucia liegt, als ein mobiler Dienst eingerichtet und der Förderung einer Kultur des Friedens gewidmet, in der angemessene Beziehungen und Gemeinschaft in der franziskanischen Tradition des Mitleidens, der Mäßigung, Einfachheit und Bewahrung der Schöpfung gepflegt werden. Es wendet eine ganzheitliche psychologisch-geistliche Methode an, um auf die Bedürfnisse der ganzen Person (Körper, Geist und Seele) einzugehen. 

Das Franziskanische Institut bemüht sich, eng mit der Kirche und anderen Organisationen zusammenzuarbeiten, um eine persönliche und Familienentwicklung zu erleichtern. Das Institut bietet Workshops, Seminare, Exerzitien, geistliche Begleitung und Beratungsdienste an, die darauf zugeschnitten sind, den Bedürfnissen von Einzelpersonen, Ehepaaren, Familien, Schulen, Pfarreien und anderen Organisationen zu dienen. 

Obwohl das Hauptgebäude in St. Lucia liegt, werden aufgrund der mobilen Natur des Instituts, die gleichen Dienste auch in Trinidad und Grenada angeboten.

 

Sonstige Dienste 

Exerzitienzentrum St. Martin

Unsere Schwestern leiten und dienen auch im Exerzitienzentrum St. Martin,  das der katholischen Diözese St. Georg in Grenada gehört. Das Exerzitienzentrum ist ein Zentrum der Spiritualität, das sich um die geistlichen Bedürfnisse aller Gläubigen sorgt. Wir geben Gruppen-, Familien- und Einzelexerzitien. 

Wir stellen auch Unterkunft und Verpflegung für Einzelpersonen und Gruppen zur Verfügung, die Räumlichkeiten für Ereignisse und Aktivitäten nutzen möchten und die die Werte sowie die Heiligkeit des Ortes aufrechterhalten. Auch für Konferenzen bieten wir Räumlichkeiten an. 

Als idealer Ort für Gebet, Erholung und Entspannung und um wieder mit Gott in Verbindung zu treten, liegt das Zentrum in dem ruhigen, malerischen Dorf von Mt. St. Ervans und ist und ist bestens geeignet, sich von der Welt zurückzuziehen.

Einige unserer Schwestern sind auch in die Jugendarbeit auf der Ebene der Erzdiözese und der Diözesen involviert, in der Sorge für die älteren Menschen in Altenheimen, in der Katechese, in katholischen Schulen und im Dienst für Obdachlose.