Vereinigte Staaten/ Dominikanische Republik
1888 wurden unter der Leitung von Mutter Franziska Streitel zwei Schwestern in die Vereinigten Staaten gesandt, um dort um Almosen für die Schwestern zu betteln, die sich um die Kranken, die Amen und die Obdachlosen in Rom sorgen. Als sie dort waren, bat sie der Bischof von Wichita, Kansas, dass sie kommen sollten und das St. Francis Hospital zu leiten, das in Gefahr war, geschlossen zu werden. Sie kamen in einem armen, schmutzigen, von Nagetieren belagerten Gebäude mit sehr begrenzten Ressourcen an.
Zwei Jahre später, nachdem sie sich in Wichita eingerichtet hatten, bat sie der Bischof von La Crosse, Wisconsin, nach Marshfield zu kommen, um dort in einem Gebiet, in dem viele Einwohner Holzfäller waren, ein Hospital zu errichten. Dort litten die Schwestern wieder unter schwierigen Bedingungen. Damit sie ihre Ausgaben decken konnten, gingen sie in die Holzfällerlager und verkauften Versicherungsgutscheine für $5.00 für eine einjährige kostenlose Gesundheitsfürsorge.
Zwischen 1890 und 1900 eröffneten die Schwestern 6 weitere Krankenhäuser in Wisconsin und Minnesota und ein Kurhaus in Denville, New Jersey. Die Ausweitung der Dienste setzte sich in den Jahren nach 1900 und in New Mexico, Oklahoma, Wisconsin und Iowa mit der Eröffnung weiterer Krankenhäuser und der Personalausstattung von katholischen Schulen.
Nach dem 2. Vatikanischen Konzil, in den späteren 1960iger Jahren, wurden Kongregationen dazu ermutigt, in anderen Ländern Niederlassungen zu eröffnen und auf die verschiedenen Nöte der zeitgemäßen Gesellschaften zu antworten. Deshalb wurden einige Schwestern auch auf die karibischen Inseln Barbados, St. Lucia, Grenada, Trinidad und Tabago, sowie nach Brasilien gesandt. Andere Schwestern haben begonnen, als Gemeindemitarbeiterinnen, Verwalterinnen, Sozialarbeiterinnen, Psychotherapeutinnen, Schulkrankenschwestern und Ausbilderinnen in Hochschulen zu wirken; wieder andere verstärkten ihren Dienst bei den amerikanischen Eingeborenen, Spaniern, Afroamerikanern und asiatischen Bevölkerungsschichten und setzten sich in Aktivitäten für soziale Gerechtigkeit ein, die sich auf die Nöte der benachteiligten Gruppen konzentrierten.
1993 wurde in Santiago, in der Dominikanischen Republik mit der SSM Foundation ein neuer Dienst begonnen, um dort eine medizinische Grundversorgung und Ausbildung zur Verfügung zu stellen, wo viele Kinder aufgrund von verschmutztem Wasser im Kleinkindalter starben, und nur sehr wenige Kinder eine Ausbildung über die vierte Klasse hinaus erhielten. In Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von internationalen und nationalen Organisationen wurde die Kindersterblichkeitsrate innerhalb einer kurzen Zeitspanne drastisch reduziert, und es wurden Kindergärten mit einem ganzheitlichen Kurrikulum errichtet.
2001 wurde ein neuer Dienst, Das Franziskanische Institute für persönliche und Familienentwicklung aufgebaut, und zwar als mobile Dienst, der sich der Förderung einer Kultur des Friedens widmete, in dem gesunde Beziehungen und Gemeinschaften in der franziskanischen Tradition des Mitgefühls, der Mäßigkeit, Einfachheit und Achtung aller gefördert wurden. Der Hauptsitz ist in St. Lucia mit Programmen und Diensten, die nicht nur auf den Inseln Trinidad und Tobago, Grenada und St. Lucia, sondern auch auf anderen karibischen Inseln zu Verfügung stehen.
Während des Jahres 2016, wurde die Leitungsstruktur der US/Karibik Provinz dahingehend bewertet, was das Ordensleben der Schwestern verbessern und es den Schwestern ermöglichen würde, den Menschen, denen sie dienen, zu einem erfüllteren Leben zu verhelfen. Im Januar 2017 bildeten die Vereinigten Staaten und die Dominikanische Republik die Region St. Clare of Assisi. Die karibischen Inseln St. Lucia, Grenada mit Trinidad und Tobago formten die Delegation St. Francis of Assisi.
Heute können die Schwestern der St. Clare of Assisi Region, zusammen mit ihren SSM Angegliederten und Partner in folgenden Diensten angetroffen werden:
Gesundheitsfürsorge:
Ascension Sponsor - mit Wirkung vom 1. April 2013 schloss sich unser Marian Health Care System Ascension Health an und wurde eines der Sponsoren des größten gemeinnützigen katholischen Gesundheitssystems in den Vereinigten Staaten.
SSM Foundation in der Dominikanischen Republik – Dienste in ländlichen Gebieten und Dienste der Gesundheitsfürsorge im Zentrum Mutter Franziska in Santiago.
Ausbildung:
SSM Foundation – Kindergärten in der Nähe der Grenze zu Haiti, Kurse für menschliche und geistliche Entfaltung für Jugendliche, Programme für die Entfaltung beruflicher Fähigkeiten.
Gastfreundschaft:
St. Francis Residential Community in Denville, New Jersey – unabhängiges Wohnen für ältere Menschen.
Agape Center in Milwaukee, Wisconsin – Essensprogramm für die Menschen in der Umgebung mit mehreren anderen gemeinnützigen Diensten.
Evangelisierung:
Pfarreien - Schwestern dienen in multikulturellen Umfeldern.
Exerzitien/geistliche Begleitung - Schwestern leiten und/oder nehmen teil an Exerzitien für junge Leute
Einsatz für soziale Gerechtigkeit:
Die Region ist aktiv an vielen auf die Kirche bezogenen nationalen und internationalen Organisationen beteiligt, die darauf hinzielen, am Rande lebende Bevölkerungsgruppen zu befähigen und sie zu unterstützen, besonders die Opfer von Menschenhandel.
Links:
www.sistersofthesorrowfulmother.org
www.becomingasister.org
www.motherfrancesstreitel.org







