Österreich - Delegation
Neun Jahre nach der Gründung der Kongregation in Rom sandte Mutter Franziska Streitel fünf Schwestern nach Wien, weil sie auch in anderen europäischen Ländern einige der Nöte lindern wollte. Die Schwestern kamen am 24. November 1892 in Wien an. Zu ihrer Überraschung erfuhren sie, dass die österreichische Regierung keinen weiteren Ordensgemeinschaften mehr erlaubte, sich dort niederzulassen, weil es in Österreich schon zu viele gab.
Dieser unerwarteten Zurückweisung folgte ein Unfall im Haushalt von Kaiser Franz Joseph I. Trotz intensiver Suche nach Hilfe konnten keine Schwestern gefunden werden, die für die im Haus des Kaisers notwendige Krankenpflege zur Verfügung standen. Aus diesem Grund wurde das Angebot der SSM aus Rom dankbar angenommen.
Die Folge dieser Erfahrung war, dass Kaiser Franz Joseph den Schwestern die Erlaubnis gab, in Österreich eine Niederlassung zu gründen. Aus Dankbarkeit für ihre Krankenpflege schenkte er ihnen persönlich einen Teil des Kaufpreises für ein Haus in der Simmeringer Hauptstraße. Die Schwestern boten ihre Dienste in der ambulanten Krankenpflege und Kinderbetreuung an und hielten Nähkurse für Frauen. Bis 1914 widmeten sich die Schwestern auch den kranken Kindern auf der Halbinsel Istrien in der Adria. Von Wien aus wurden außerdem in kleineren Dörfern Niederlassungen errichtet, diese mussten aber mit der Zeit wieder geschlossen werden.
Heute arbeiten die Schwestern in Wien und in Bruck-Leitha in folgenden Diensten:
Gesundheitsfürsorge
- Marienheim – ein Seniorenheim, in dem viele Menschen in den Jahren ihres Ruhestands von den Schwestern in Zusammenarbeit mit Laien liebevoll betreut werden
Ausbildung
- Im Kindergarten und in der Tagesbetreuung (die Trägerschaft hat der Schulverein der Schulschwestern des Hl. Franziskus)
- Im Unterricht an einem Gymnasium
- In der Arbeit mit Familien und jungen Erwachsenen in Pfarreien
Evangelisierung
- Im Franziskanische Begegnungszentrum wo Menschen kommen, um Stille, Gebet und Dialog zu finden; Sie können auch am Bibelaustausch, an Kursen zum Erstellen biblischer Erzählfiguren, an meditativen Tänzen, geistlicher Begleitung, Meditation und Exerzitien teilnehmen.
Eintreten für soziale Gerechtigkeit
- Durch die Unterstützung von Familien, die Hilfe brauchen, besonders in Bezug auf die Ausbildung der Kinder
- Durch die Unterstützung und Mithilfe bei einem Essensprogramms für Obdachlose in einer Pfarrei
- Durch die finanzielle Unterstützung von Organisationen, die alternative Investitionen tätigen, um damit Bedürftige zu befähigen (OIKOCREDIT)
- Durch die Unterstützung und Förderung von Organisationen, die mithelfen, die Ursachen für die Verletzung und Missachtung von Menschenrechten in der Arbeitswelt aufzudecken
- In der Arbeit mit Flüchtlingen
- Durch die Unterstützung unserer kongregationsweiten Missionen durch das Sammeln von finanziellen Mitteln und Materialien für verschiedene Projekte
Link:
www.ssm-austria.at







